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Admin ::: 30. Sep 2003 ::: 84262 Aufrufe
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Durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse lassen sich unterschiedliche Eigenschaften erzielen.
Mögliche Beimischungen sind Splitt, Gesteinsmehl, Sand, Beton oder auch Reststoffe (geschreddertes Gummi oder Plastik). Bitumen ist ein krebserregender Stoff. Im Straßenbau findet Bitumen in unterschiedlichen Zusammensetzungen Anwendung: Asphaltstraßen bestehen aus einer auf einer tragfähigen Unterschicht aufgetragenen elastischen Asphaltschicht; Makadam-Decken entstehen durch Tränken von verfestigtem Schotter und/oder Split mit Bitumen und anschließendem Abwalzen. Die Verarbeitungstemperatur von Bitumen liegt bei etwa 200°C.
Bitumen und Motorrad
Auf Grund der wesentlich kleineren Kontaktfläche zwischen Fahrzeug und Straße sind Einspurfahrzeuge weit mehr als Mehrspurfahrzeuge auf griffige, homogene und ebene Fahrbahnoberflächen angewiesen.
Beste Haftwerte bieten neue Fahrbahndecken, nachdem evtl. vorhandene lose Sand- und Splittreste verschwunden sind. Entsprechend der Beimischungen in der obersten Schicht können unterschiedliche Haftwerte erzielt werden. Bekannt sind die extrem griffigen Straßen in Skandinavien, die andererseits zu hohem Reifenverschleiß führen. Auf Grund der Verzahnung zwischen Straßenoberfläche und Reifen sind durchaus Reibungswerte von µ größer 1 möglich.
Spätestens nach dem ersten Winter lässt infolge von Frostwirkung und chemischen Auftaumitteln die Griffigkeit einer neuen Fahrbahn stark nach. In Abhängigkeit der Verkehrsbelastung können bereits nach zwei bis drei Jahren Reparaturen notwendig sein, nach spätestes zehn Jahren ist der Straßenbelag grundlegend zu erneuern.
Die in Deutschland übliche Reparaturpraxis besteht darin, oberflächige Schadstellen durch Ausbohren zu entfernen und entstandene Hohlräume mit Bitumen zu verfüllen. Nachdem die aufgebrachte Sandschicht abgefahren ist entstehen an diesen Stellen blanke Oberflächen mit sehr geringem Haftwerten, die besonders bei Nässe oder bei hohen Temperaturen weiter an Griffigkeit verlieren.
Auch ist es üblich durchgehende Fugen in Fahrbahnmitte oder nach Einbringen von Kabeln, Leitungen, Rohren auf diese Art zu verfüllen. Ergebnis sind lange, in Fahrtrichtung verlaufende Bitumenstreifen - oft gerade in dem von Motorrädern in der Regel befahrenen Bereich.
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